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Würdevoll leben - gleichwürdig sein

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Der innere Kompass, der uns anleitet, ist oft eingerostet. Meistens bemerken wir ihn gar nicht mehr, so laut ist das Getöse in unsere Umwelt. Lärm, der verursacht wird durch Medien und Werbung. Jeder zuppelt und zerrt an uns und will uns das Blaue vom Himmel verkaufen: das neueste Smartphone, die beste Software, das gesündeste Präparat,... Wer sich da zurecht finden will, braucht einen Zugang zu seinem - inneren Kompass. Du kannst es auch Bauchgefühl, Deine innere Stimme, Dein Herz nennen. Eben das, was Dich ganz individuell ausmacht, was Deine ganz persönlichen Bedürfnisse bestimmt. 

Ich bin das erste Mal bewusst mit dem Begriff Würde in einem der wunderbaren Bücher von Jesper Juul in Berührung gekommen, Der dänische Familientherapeut spricht davon, Kinder (und eigentlich alle Mitmenschen) gleichwürdig zu behandeln. Nicht mit ihnen zu sprechen, als wären sie dumm und klein, sondern ihnen auf Augenhöhe begegnen und dabei in persönlicher Sprache formulieren, was ich selbst brauche oder …

Eltern-Kind-Yogastunde "mein innerer Garten"

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Den inneren Garten kennen lernen und wissen, wie man ihn pflegt - diese Idee zu einer Eltern-Kind-Yogastunde kam mir inspiriert durch das süße Kinderbuch "Anne und Pfirsich" von Soheyla Sadr. Darin erklärt Annes Großmutter ihrer Enkelin, dass jeder Mensch einen "Lichtergarten" in sich trägt, den man besuchen kann, wenn man mal mutlos oder wütend ist oder einfach, um zur Ruhe zu kommen.

Und so habe ich die Idee umgesetzt:

Nach einer Begrüßungsrunde mit Namaste, haben wir natürlich die Sonne begrüßt mit einem kindgerechten Sonnengruß. Aber weil Pflanzen auch Wasser zum wachsen brauchen, gab´s danach eine Regenmassage - dabei haben erst die Mamas ihre Kinder und dann die Kinder ihre Mamas massiert... Schöne Einstimmung nach dem Sonnengruß.

Gemeinsam haben wir überlegt, was in einem Garten alles wächst und die entsprechenden Asanas wie Vrikshasana, der Baum, dazu praktiziert und die Blumenatmung geübt. 

Ein schönes Spiel habe ich aus dem Buch "Hokuspokus Asana" v…

Kinderyoga Stundenbild FRÜHLING - mit einer fast vergessenen Spielidee

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Kennt Ihr noch Gummitwist? Ja, stundenlang konnten wir das spielen als Kinder. Heute ist das simple Band etwas verdrängt durch die tollen Trampoline, hab ich das Gefühl. Dabei hat Gummitwist so viele Vorteile:

es ist klein und passt in jede Hosentasche/ jeden SchulranzenJEDER kann eses gibt hunderte tolle Lieder dazu, die auch noch die Sprachfähigkeit fördernes braucht mehrer Kinder, damit es richtig Spaß macht (Stichwort soziale Kompetenz)es fordert echt viel Ausdauer und Kraft und ist ein super Gegenspieler zu langen Vormittagen in der Schule 

In meiner Kinderyogastunde zum Thema FRÜHLING habe ich mit den Kindern Gummitwist zur Erwärmung gespielt - danach war ich vielleicht k.o. *lach* Wie meine Ausbilderin schon sagte: wer Kinderyogastunden gibt, wird selbst fit!

Und ich war erstaunt: es gab zwei Mädchen, die kannten sogar schon Reime zum dazu Springen. Also sind wir munter gehoppst (wobei spannend war zu beobachten, dass es tatsächlich Kinder von 5, 6 Jahren gibt, denen nach eine Run…

Story Stones - nutze Deine Fantasie (+ eine feine Geschichte über magische Töne)

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An einem kalten Frühlingsmorgen saß ich zusammen mit dem Minimonsieur auf dem Boden, um zu spielen. Er holte unsere Geschichtensteine hervor (hier habe ich schon mal vom spontanen Einsatz der Story Stones im Urlaub berichtet).


Ich zog: den Piraten (der vom kleinen Mann kurzerhand als Piratin benannt wurde), das Buch und die Töne.

Und manchmal, manchmal, da fluppt es einfach. An diesem Morgen kam mir ganz spontan diese Geschichte in den Sinn:

Die Geschichte vom magischen Buch der Töne

Einmal lebte eine starke und wilde Piratin unter lauter noch wilderen Piraten auf einem großen Segelboot. Sie ankerten gerade vor einer rauen Insel, die hatte einen schwarzen Sandstrand und wilde Lorbeerurwälder. Auf dem Boot herrschte Unfrieden, weil die Piraten schon sehr lange kein anderes Schiff mehr überfallen hatten. Jetzt gierten alle nach Schätzen und Geld, aber der Kapitän hatte verboten, den Anker zu lichten und weiter zu segeln. Es sah tatsächlich so aus, als ob es bald zu einer Meuterei kommen sol…

Rituale - nicht nur wichtig in der Kinderyogastunde

In unserem Alltag als junge Familie sind uns Rituale sehr wichtig: wir geben uns vor den Mahlzeiten die Hände und wünschen uns eine "Gesegnete Mahlzeit", zum Einschlafen singe ich dem Minimonsieur ein Schlaflied und morgens liest der Papatän ihm noch im Bett eine Geschichte vor.


❤❤❤ Ritual ist, wenn die Welt eine Zeit lang zur Ruhe kommt und wir in ihr. (Heiko Ernst)   ❤❤❤
Rituale ordnen den Tagesablauf und sind gerade für Kinder wichtig, weil sie Halt bekommen und Struktur. Durch immer wiederkehrende Tätigkeiten entsteht Sicherheit und Geborgenheit.

Auch meine Kinderyogastunden werden von Ritualen begleitet:

Zu Beginn der Stunde:

ein Kind darf die Kerze in unserer Mitte anzünden (jedes Kind kommt einmal dran im Lauf des Kurses)wir begrüßen einander. Dazu legen wir die Hände in der Namaste-Geste vor dem Herzen und sagen zu unserem linken Nachbarn: "ich grüße das Licht in die xy." und der antwortet mit "Namaste, yz." und wendet sich dann seinerseits an seinen lin…

Reparieren ist nachhaltig! Kinderschuhrettung

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Momentan zieht der Minimonsieur noch gern Schuhe mit Klettverschluss an - jetzt haben die Verschlüsse an seinen Lieblingsschuhen aber langsam keine "Spannkraft" mehr. Zuerst habe ich überlegt, ob ich neues Klettband aufnähen kann, dann kam mir die Idee, Druckknöpfe an zu bringen. Gesagt getan, Kinderschuhe gerettet!




Diese Idee verlinke ich bei Marias Linkparty "fix it - Reparieren ist nachhaltig", die mir immer wieder eine Quelle an guten Ideen ist! Maria hat Wollsocken zu einem verlängerten Leben verholfen.... ach, könnte ich doch stricken! Das ist echt eine super Idee!

Stundenbild "WUT" für die Kinderyogastunde (+ Anleitung Wutkissen selber machen)

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Wut hat viele Gesichter - jeder geht anders damit um. Und Wut hat auch unterschiedliche Grüne! Jedes Kind ist mal wütend (und so ziemlich jeder Erwachsene auch) - aber es gibt Wege, seine Wut zu benennen, zu erkennen und damit um zu gehen.




Im letzten Kurs haben wir eine Kinderyogastunde zum Thema "WUT" gehabt, die mich stark beeindruckt hat - denn zu Beginn haben wir ein Kooperationsspiel gespielt, in dem es darum ging, ein Kind, das sich vorstellt, so richtig wütend zu sein, aus seiner Wut heraus zu holen. Ich war überrascht, WIE feinfühlig die Kinder miteinander umgegangen sind und was sie für Ideen hatten, dem anderen in seiner Wut zu helfen:


mit ihm an die frische Luft gehenihn streicheln und in den Arm nehmenihn fragen, WARUM er so wütend istbei ihm sein und schweigenihm (s)ein Kuscheltier bringen...
Jedes der Kinder durfte mal "wütend" sein und sich von den anderen Kindern helfen lassen - dabei haben alle selbst gemerkt, wie es ist, wütend zu sein, aber auch fes…